Kein Glyphosat auf der Bahnstrecke im Gailtal! Dafür aber mechanische Bearbeitung des Gleiskörpers!

Wenn Dir Arbeit mit den Händen den besten Mediator und das spannendste Selbstfindungs-Buch ersetzt und hilft, das eigene „Ich“ zu entdecken.

Vor zwei Monaten haben wir vom Convivium Slowfood Alpe Adria uns stark gemacht und mit dem Verein Gailtalbahn geeinigt, auf das Spritzen von Glyphosat auf der Bahnstrecke zwischen Kötschach und Hermagor zu verzichten. Meine Frau und Slow Food Travel Obfrau Marianne Daberer und ich als Obmann des Slow Food Conviviums Alpe Adria haben eine Petition aufgelegt, um gegen den Glyphosateinsatz Unterschriften zu sammeln. Das Resultat: 3800 Unterschriften in nur vier Tagen.

Unterschriftenpetition gegen Glyphosat im Gailtal

 

Das Entsetzen über das Vorhaben, Gift auszutragen, war riesengroß.

Das ist eine Frechheit! Warum ist das zur heutigen Zeit noch erlaubt.?

Der Einsatz dagegen, alternatives Handeln, bescheiden!

Der Zug der Veränderung – die außergewöhnliche Geschichte.

 

Wir haben uns auf die Suche nach Paten gemacht, die zumindest einen halben Kilometer jäten und pflegen des Bahnkörpers und anstatt einer Geldleistung eine Draisinenfahrt für fünf Personen als DANKE bekommen.

Fang bei dir selbst an!

Es ist wichtig, aktiv zu sein gegen die Vergiftung unseres Grund und Bodens, entsetzt zu sein über den Einsatz von Giftstoff in der unmittelbaren Nachbarschaft. Unerlässlich, dem entgegenzuhalten und aktiv zu werden. Wir Herwig Ertl arbeitet an den Gleisen in der Gailtalkönnen nicht mehr später beginnen mit dem Umdenken, wir müssen jetzt aktiv sein, um uns, unseren Kindern und Enkelkindern eine gesunde Welt zu bieten.

Ich als Edelgreissler habe mehr als drei Kilometer Bahngleis bearbeitet. Gejätet, gepflegt, aktiv aufgezeigt. Einige Tage lang, von 5 Uhr bis 7 Uhr in der Früh und am Abend, war ich vor und nach der Arbeit am Bahngleis, um meinen Beitrag zu leisten.

Was mir in diesen Stunden am Bahngleis alles durch den Kopf gegangen ist, ersetzt den besten Mediator, das spannendste Selbstfindungsbuch und hilft, das eigene „Ich“ zu entdecken. Ich genoss die morgendliche und abendliche Ruhe, das Starten und Beenden des Tages und dabei Gutes für mich und andere zu tun. Fragte mich, was sich die vorbeifahrenden Autolenker denken werden und natürlich warum, für wen und wofür ich diesen Beitrag leiste? Warum ist es Imkern, Gastwirten, Servicevereinen, Familien, Sportvereinen…… wichtig, mitzuhelfen, warum ist es anderen so egal? Warum reisen Paten sogar aus Bad Kleinkirchheim an? Es geht hier um einen Schutz, der uns alle betrifft. Um das Wohl jedes Einzelnen.

 

Unsere 1. Slow Food Travel Region schützen

Wir sind die 1. Slow Food Travel Region der Welt. Bei Slowfood geht es um gut, sauber und fair produzierte Lebensmittel. Aber beschäftigt man sich genauer damit, kommt man drauf, dass ein sauber produziertes Lebensmittel beim Boden beginnt, wenn es uns gelingt, den Nachbar zu schätzen und als wertvoll zu erachten und auch einen Beitrag für ein sauber produziertes Lebensmittel zu leisten. Das geht in einer Region nur gemeinsam. Deshalb haben wir uns dafür eingesetzt und das umgesetzt.

 

Und immer wieder: aktiv ist ein Muss

In erster Linie hab ich es für mich getan, weil ich meinen Aktivismus („aktiv ist ein Muss“) Ernst nehme und weiß dass dieser der einzig richtige ist, aber auch weil mir die wertvolle Arbeit und die Produkte unserer Bauern undBahngleise ohne Glyphosat Imker am Herzen liegen und auch die Lebensqualität für mich, die Einheimischen und die Gäste. Und um diese zu erhalten, müssen wir alle beginnen mehr zu tun als nur bis zur Zaungrenze zu denken. Das geht nur wenn wir die eigene Komfortzone verlassen.

Wenn wir nicht neidisch sind, haben wir alle genug. Und zufrieden macht es auch.

Wenn die Bevölkerung, die Basis, sich nicht gemeinsam bemüht, in der Gesamtheit wertvoll mit den Ressourcen umzugehen und bereit ist, mehr für ein Miteinander zu leisten, als notwendig erachtet wird, werden wir uns noch mehr politischen Zwängen fügen müssen, die vorbei an der Basis, den einzelnen Imkern, den Bergbauern, kleinen Produzenten und Familienunternehmern entscheiden – , denn hier regiert das Geld. Die Politik entscheidet anders, weil sie oft nicht weiß, was die Basis drückt. Je stärker die Basis den Weg bereitet, desto eher können wir mit einer guten Entwicklung rechnen, für die wir letztendlich selber verantwortlich sind. Denn dann ist auch der Druck nach oben größer, weil der Hausverstand siegt.

Klimaschutz, Tierschutz und dann noch die Herkunftsangabe am Etikett sind die Schlagzeilen, die uns täglich begleiten, wenn wir die Zeitungen aufschlagen, Radio oder Fernseher einschalten. Und es ist mühsam, jeden Tag das gleiche zu hören und zu lesen, ja schon fast belastend. Dann die Kommentare derer, denen alles egal ist, den der Nachbar nicht interessiert, Hauptsache man bekommt und muß auf nichts verzichten. Die Politik ist dann schuld, wenn sie Entscheidungen trifft, die getroffen werden müssen, um zumindest vor dem Schlimmsten zu bewahren, weil man selber nicht konsequent genug ist, sich kurz einmal einzuschränken, einen kleinen Verzicht anzunehmen, der vielleicht ohnehin nur vorübergehend ist.

 

Warum übernehmen wir nicht selbst Selbstverantwortung dem anderen gegenüber?

Nehmen wir doch unseren Mut zusammen, um eine Veränderung anzunehmen und diese auch aktiv umzusetzen! Und dann noch die Erinnerung an das Wort „Nachhaltigkeit“, das man so ausgenützt hat, dass man nicht mehr weiß, was es eigentlich bedeutet, weil alle nachhaltig sind. Denn irgendwie trifft das Wort ja eh für jeden zu.

 

Wenn man einmal einen Kilometer Bahngleis im Gailtal zwischen Kötschach und Hermagor gejätet hat, versteht man, was es heißt, sich für den anderen einzusetzen. Die eigene Komfortzone verlassen, um der Allgemeinheit zu dienen, zu der wir ja auch selbst zählen.

Man versteht auch, wenn jeder über Klimawandel, Tierschutz und Herkunftsangabe am Etikett diskutiert, dass man selber einen Beitrag leisten muß, um diese Wünsche zu erfüllen. Es heißt nicht, dass ein regionales Produkt besser ist als eines von der Nachbarregion. Man muß schon weiter hinterfragen: woher kommt das Produkt? Wenn der Nachbar Pestizide spritzt, kann sich der andere noch so bemühen ein gutes Produkt zu machen. Wo steht das, wo ist das ausgewiesen?

 

Dann wird auch klar, dass nur eine Unterschrift für eine Petition zu wenig ist. Es geht immer um den aktiven Beitrag jedes und jeder einzelnen, um etwas zu ändern. Man muß auch selbst einen Schritt setzen und einen Beitrag leisten, und da – und nur so – kommen wir dann zum persönlichen Qualitätssiegel der Gegenwart und Zukunft: Fang bei dir selber an, BIO-Bin in Ordnung zu sein, und Du bist fit für die Zukunft.

Friday for Future! Everyday for Future! Jeder Tag, jeder Einsatz zählt!

Mit Aktivismus (Aktiv ist ein Muss) in die Zukunft!

 

Hier meine Empfehlungen der Aktivisten, die die Zukunft sicher meistern werden und uns daran teilhaben lassen: